Let’s talk about Sex für Berater*innen und Therapeut*innen

Freies Reden über Sexualität erleben und trainieren

Let’s talk about Sex ist ein Online-Angebot zum persönlichen Austausch in einem achtsamen und geschützten Raum. Es geht bei diesen Gesprächen nicht um Supervision. Wenn ich selbst in meinen privaten und/oder kollegialen Kontexten frei über Sex und Intimes reden und reflektieren kann, erleichtere ich es auch Klient*innen, sich zu öffnen.

Mit dem Online-Sex-Talk biete ich hierfür einen Raum. Es geht um:

die nächsten Termine

Mittwoch, 10.02.2021, 19-21h
Dienstag, 23.02.2021, 19-21h

Montag, 22.03.2021, 19-21h
Mittwoch, 14.04.2021, 19-21h

Um beim Sex-Talk einen geschützten Raum zu ermöglichen, ist für Erstteilnehmende die Anwesenheit um 18:45h verpflichtend, – ein verspätetes Eintreten ist nicht möglich, Anmeldung und Nachfragen unter BT-Sex-Talk@freileicht.de

Kosten: 15 EUR, zahlbar nach Anmeldung per Paypal oder Überweisung

Maximale Teilnehmendenzahl: 15

Anmeldung zum Newsletter Sex-Talk für Berater*innen und Therapeut*innen

Gesprächsregeln für den Sex-Talk-Raum

Für therapeutisch arbeitende Menschen werden viele der folgenden Punkte selbstverständlich sein, dennoch führe ich hier auf, was mir wichtig ist und sich bei dieser Art von Online-Geprächsrunden bewährt hat, damit sich alle in diesem digitalen Raum wohl und sicher fühlen können:

Achtsamkeit

  • Keine Verurteilungen, niemand steckt in den Schuhen der/des anderen und kann deshalb nicht beurteilen, warum jemand auf die eine oder andere Weise denkt oder fühlt
  • Von sich sprechen und Verallgemeinerungen (man) vermeiden
  • Wenn möglich gendergerecht sprechen. Es kann sein, dass Du eine Person durch ihr Äußeres bewusst oder unbewusst einem Geschlecht zuordnest, dass diese Person sich selbst aber nicht mit dem von Dir zugewiesenen Geschlecht identifiziert
  • kein Stress, für viele von uns ist es immer noch nicht so selbstverständlich, dass wir immer darauf achten können, aber es ist schön, wenn wir uns darum bemühen

Was hier gesprochen wird bleibt hier

  • Es kann gern erzählt werden, was hier besprochen wurde, aber ohne Nennung von Namen, bzw. so, dass nicht aus dem Zusammenhang zu erkennen ist, um welche Person es geht. Wir können es nicht kontrollieren, setzten aber darauf, dass Ihr alle mit uns diesen Raum so sicher wie möglich gestaltet und keine Bild- oder Tonmitschnitte macht
  • Diese Zusage frage ich aktiv einmal von jedem/jeder Teilnehmenden ab

Redebeiträge nicht ausufern lassen,

  • … damit alle, die wollen, zu Wort kommen. Ich habe das etwas im Blick und erinnere freundlich, wenn es mal lang wird (2 Minuten sind meist ein ganz guter Richtwert für einen Redebeitrag)
  • Aber auch hier: Nicht stressen lassen, es geht nur darum, ein wenig drauf zu achten, nicht zu monologisieren.

Heteronomativität vermeiden

  • Ich möchte hier einen Raum für Vielfalt anbieten und bitte Dich, offen für Vielfalt zusein. Gehe daher bitte davon aus, dass nicht alle so “ticken” wie Du und sei möglichst offen für vielfältige sexuelle Identitäten und Orientierungen

Wir gestalten diesen Raum gemeinsam.

  • Versucht bitte, gut für Euch zu sorgen, und sagt möglichst, wenn Euch etwas missfällt. Achtet auch gern auf andere, ohne dabei übergriffig zu sein (fragt, ob eine Person Unterstützung möchte oder ob dies oder das für sie okay war)
  • Sollten dennoch Unachtsamkeiten oder Übergriffigkeiten stattfinden, sagt das bitte deutlich den Personen, die es betrifft oder macht mich oder andere euch vertraute Personen darauf aufmerksam.

Mögliche Themen

  • Wie beginnen sexuelle Begegnungen bei Euch? Gibt es ein: “so ist das üblich”, “so mag ich das” oder ist es immer wieder neu? Gibt es ein Thema mit Erwartungen an Euch selbst und/oder Eure Sexualpartner*innen?
  • Wie sieht Sex für Euch aus, den Ihr als schön, erfüllend, geil bezeichnen würdet?
  • Welche Begriffe benutzt Ihr für sexuelle/erotische Handlungen, welche für sogenannte Sexualorgane? Welche Begriffe empfindet Ihr als unangenehm/abturnend/vielleicht abwertend
  • Was ist eigentlich alles mit BDSM gemeint? Ist das immer auch mit einem Machtgefälle innerhalb der Beziehung der Parter*innen verbunden? Lebt da nur eine*r seine sexuelle Lust aus auf Kosten der/des anderen?
  • Beziehungsformen: Monogamie – Polyamorie – offene Beziehung – Freundschaft+ – Swingen – Spielbeziehung im BDSM – Affaire
  • Was tun, wenn die Libido schwankt/abweicht, von der sexuellen Lust der Partnerin/des Partners?
  • Wie wichtig sind Euch Orgasmen? Wie wichtig sind sie Euren Partnern/Partnerinnen? Gibt es einen Austausch darüber?
  • Selbstbefriedigung – Na klar, auf jeden Fall, egal ob ich in einer Beziehung bin/ Das ist nur etwas, wenn ich nicht in einer Beziehung bin/Hat sich mein Verständnis davon seit Beginn meiner sexuellen Aktivität geändert?
  • Asexualität? Muss eigentlich jeder und jede sexuell aktiv sein oder das zumindest wollen? Bin ich nur ein halber Mensch, wenn ich das anders fühle? Erfahre ich Abwertung durch die Gesellschaft (frigide, verklemmt,…)
  • Was ist eigentlich alles Sex: Penetration/Circlusion, erotisierende Berührungen, ist ein erotisches Gespräch auch schon Sex, ist es nur Sex, wenn es einen Orgasmus gab, ist die Definition überhaupt wichtig?
  • Erektionsstörung – Wie geht Ihr damit um als Betroffene*r oder Partner*in?
  • Sex mit Menschen mit Beeinträchtigungen? Habt Ihr Erfahrungen, Vorbehalte, Scham, Interesse?
  • Gleichzeitige Lust, gleichzeitiger Orgasmus, oder besser unabhängig voneinander?
  • Was sind meine erogenen Zonen, wo werde ich gern wie berührt und wo eher nicht?
  • Was findet Ihr an Euch schön, was lehnt Ihr an Euch ab? Wie geht Ihr mit ungeliebten Körperstellen in Bezug auf Partner*innen um?
  • Wie sieht Sex für Euch aus, den Ihr als schön, erfüllend, geil bezeichnen würdet?